Filter

Hallo Fotofreunde!

Jetzt möchte ich euch das Menü "Filter" zeigen. Wenn ihr auf Filter klickt, dann öffnet sich ein recht großes Dropdownmenü, welches in einzelne Filtergruppen unterteilt ist, die wiederum in einzelne Filter unterteilt sind. Auf den ersten Blick wirkt das etwas unübersichtlich, aber da die Gruppierungen recht logisch aufgebaut sind findet man sich da recht schnell rein.

Das Menü ist in 5 Gruppen unterteilt.

1. Letzter Filter
2. Für Smartfilter konvertieren (neu in CS3)
3. Eine 5er-Gruppe mit, ich würde sagen, Nicht-Filtern, eher zusätzlichen Werkzeugen
4. Die Filter
5. Plug-In

Ich gehe jetzt auf jede Gruppe mehr oder weniger ein, für die Übersichtlichkeit füge ich horizontale Linien ein, die mit den Linien gleich zu setzten sind, mit denen Photoshop seine Gruppen teilt.


1. Letzter Filter

Hier wird der zuletzt angewandte Filter angezeigt, und kann durch anklicken wiederholt werden (mit den Einstellungen vom letzten Mal). Ist das Programm neu gestartet, und es wurde noch kein Filter angewandt, so ist dieser Punkt grau, und nicht benutzbar.


2. Für Smartfilter konvertieren

Erinnert euch nochmal an den Ebenen(masken)workshop. Oder schaut nochmal nach. Dort gab es die Einstellungsebenen, die mit Ebenenmasken gearbeitet haben, da blieb das Originalbild erhalten, und die Anpassungen (z.B. Tonwertkorrektur) wurden auf die Ebenenmaske angewandt, und man konnte sie ändern, oder ganz löschen, ohne das Original zu gefährden.

Dies ist in etwa das selbe, es wird eine Ebenenmaske angelegt, auf die dann der Filter wirkt, in der Ebenenpalette sieht das ganze dann aus wie bei den Ebenenstilen, und kann auch immer rückgängig gemacht werden, oder durch die Maske geändert werden.


3. "Die dritte Gruppe" (mir fällt nix passendes ein :)

- Extrahieren...

Ich hab grad mal ein Beispielbild gemacht (quick & dirty, also nicht zu viel erwarten). Extrahieren sieht dann so aus:

Mit dem Stiftwerkzeug wird die Kontur angepinselt, und mit dem Füllwerkzeug (beide Werkzeuge oben links) wir dann die Fläche gefüllt. Photoshop sucht nun nach Kontrasten in der von uns übermalten Kontur, und stellt so gut es geht frei. Mit dem Haken in "Hervorhebungshilfe" verhält sich der Stift ähnlich wie das magnetische Lasso, und versucht schon mal die Kontur genauer zu bestimmen.


(Anklicken für große Version)
Wenn man jetzt die Kanten nicht weiter bearbeitet schneidet Photoshop nur grob aus, aber man kann alles in einer vergrößerten Ansicht besser machen als ich jetzt. Wenn man auf ok klickt wird der Rest des Bildes mit Transparenz gefüllt, also was jetzt hier im Bild weiß ist, müsst ihr euch im Photoshop-üblichen Schachbrettmuster vorstellen:

Wenn man Produkte in einer Hohlkehle fotografiert hat, und schön definierte Kanten hat, so ist diese Methode recht einfach, und man kann das Objekt schön freistellen.

- Filtergalerie...

Hierauf gehen wir gleich ein, wenn wir in die 4. Gruppe kommen (Die Filter an sich).

- Verflüssigen...

Dies ist ein Werkzeug was Spaß macht, und sich fast von selbst erklärt. Wie der Name schon sagt, kann man hier das Bild verflüssigen, und z.B. Riesennasen erzeugen, oder Manga-Augen. Oder ein Haus mal zerfließen lassen. Das Werkzeug ist selbsterklärend, probiert einfach etwas rum.

- Mustergenerator...

Hier wird aus dem aktuellen Bild ein Muster erzeugt, welches dann zum Kacheln von Hintergründen benutzt werden kann, eine sog. Textur. Das besondere an diesen Mustern ist, das die linke Kante genau an die Rechte passt. und die Obere an die Untere. Also egal wie groß der gefüllte Hintergrund oder die Textur ist, man sieht keine Kanten der Textur. Ihr könnt entweder einen Bildausschnitt markieren, und den zum generieren benutzen, oder das ganze Bild.

Der Rest ist eigentlich selbst erklärend.

- Fluchtpunkt...

Dies ist ein ziemlich umpfangreiches Werkzeug für 3D-Arbeiten und andere perspektivische Anwendungen. Das wäre etwas für einen eigenen Workshop...

Photoshop erklärt das in seiner Hilfe ziemlich ausgiebig. Drückt F1 und gebt in die Suchmaske "Fluchtpunkt" ein, falls ihr etwas darüber wissen wollt. Für normale Bildbearbeitung ist es fast irrelevant. Wenn wir perspektivische Verzerrungen haben, wäre es sehr umständlich dann dieses Werkzeug zu benutzen, kuckt mal in den Entzerren-Workshop, da werden einfache Methoden aufgezeigt.


4. Die Filter

Ihr habt vorhin schon gehört dass es eine Filtergalerie gibt, in der seht ihr wie in einem Browser die einzelnen Filter, nicht alle, aber zumindest die ganzen künstlerischen Filter.

Da man da eine schöne Vorschau hat, und die Namen und Regler eigentlich alles erklären liste ich hier nur mal alle Filter auf, die ihr in der Filtergalerie findet.

In der Filtergalerie:

Kunstfilter (alle):
- Aquarell...
- Buntstiftschraffur...
- Diagonal verwischen...
- Farbpapier-Collage...
- Fresko...
- Grobe Malerei...
- Grobes Pastell...
- Körnung & Aufhellung...
- Kunststofffolie...
- Malgrund...
- Malmesser...
- Neonschein...
- Ölfarbe getupft...
- Schwamm...
- Tontrennung & Kantenbetonung...

Malfilter (alle):
- Dunkle Malstriche...
- Gekreuzte Malstriche...
- Kanten betonen...
- Konturen mit Tinte nachzeichnen...
- Kreuzschraffur...
- Spritzer...
- Sumi-e...
- Verwackelte Striche...

Stilisierungsfilter (1 von 9):
- Leuchtende Konturen

Strukturierungsfilter (alle):
- Buntglas-Mosaik...
- Kacheln...
- Körnung...
- Mit Struktur versehen...
- Patchwork...
- Risse...

Verzerrungsfilter (3 von 13):
- Glas...
- Ozeanwellen...
- Weiches Licht...

Zeichenfilter:
- Basrelief...
- Chrom...
- Conté-Stifte...
- Feuchtes Papier...
- Fotokopie...
- Gerissene Kanten...
- Kohleumsetzung...
- Kreide & Kohle...
- Prägepapier...
- Punktierstrich...
- Rasterungseffekt...
- Stempel...
- Strichumsetzung...
- Stuck...

 

Wie ihr seht sind das ne ganze Menge, und alle haben 3 Punkte hinter dem Namen, bei Photoshop heisst das, dass sich ein Dialog öffnet, wen man drauf klickt, in dem man noch Einstellungen vornehmen kann. Da die Filtergalerie ein solcher Dialog ist, haben alle Filter in ihr diese Punkte.

Filter die keine Punkte haben werden sofort ausgeführt, und man hat keine Einstellungsmöglichkeiten.

Diese "3-Punkte-Regel" gilt für das gesamte Programm, immer wenn Punkte dahinter sind, hat man weitere Einstellmöglichkeiten.

Nicht in der Filtergalerie:

Folgende Filter sind nicht in der Filtergalerie, obwohl die meisten auch einen Dialog öffnen, mit weiteren Einstellungen. In der Filtergalerie habt ihr für jeden Filter eine Art Beispielbild über dem Filternamen, da ihr das bei den restlichen nicht habt, werde ich das (wenn ich es für sinnvoll halte) hier mit einbringen.

Rauschfilter:

- Helligkeit interpolieren...

Bei diesem Filter versucht Photoshop die Pixel mit Abschwächung der Lichtunterschiede anzugleichen. Es gibt zwei Hauptarten des Rauschens, das Farbrauschen, und das Luminanzrauschen. Das Luminanzrauschen sind diese Helligkeitsunterschiede, die Photoshop hier ausgleicht. Mit "Radius" bestimmt ihr wie stark das ausfällt, 1 Pixel sind nur die direkt angrenzenden, 2 Pixel ist ein weiterer Abstand usw. Das ganze ist (wie jeder Entrauscher) eigentlich nur ein Weichzeichner, und dieser hier ignoriert die Kontrastreichen Kanten. Wenn ich eine Kante von Weiss zu Schwarz habe, und den Filter anwende, wird es je nach Radius ein mehr oder weniger breiter Grauverlauf. Das kann bei manchen Bildern gewollt sein, bei den meisten sicher nicht.

Ich empfehle (wie bei allen Photoshop eigenen Rauschfiltern) die Alternativanbieter, die es auch als Plug-Ins gibt. Noiseware, oder Grain Surgery usw. Diese arbeiten weitaus präziser.

- Rauschen entfernen

Hier wendet Photoshop einfach einen festen Rauschentferner an, der sich auf beide Rauscharten gleichermaßen stürzt. Das funktioniert eigentlich recht gut, wenn man den Filter etwas einstellen könnte, bezüglich der Stärke. Bei manchen Bildern passt es, bei anderen ist es zu wenig, oder das Bild wird zu Weich. Auch hier wieder Fremdanbieter nutzen.

- Rauschen hinzufügen...

Hier könnt ihr ein Rauschen hinzufügen, für einen etwas alten Look mag das sinnvoll sein, aber um alte ISO 3200 Filme nachzuahmen ist der Filter Körnung sinnvoller, den Findet ihr im Filterbrowser, bei den Strukturierungsfiltern.

Viele Fremdanbieter bieten diese Funktion auch, und das Ergebnis sieht bedeutend realistischer aus, als das Photoshopergebnis, wenn man es mit echtem Kamerarauschen vergleicht.

- Rauschen reduzieren...

Dieser Filter bietet schon ein paar mehr Einstellmöglichkeiten an, als "Rauschen entfernen" aber dafür macht er grässliche Artefakte, die unsere beliebten Drittanbieter vermeiden. Wenn dieser schönere Ergebnisse liefern würde, so bräuchte man keinen Drittanbieter...

- Staub und Kratzer...

Dieser Filter ist für diejenigen gedacht, die Dias oder alte Bilder einscannen... Staub und Kratzer an der Kamera (Objektiv oder Sensor, wie zum Beispiel die Flecken bei verschmutztem Sensor) bekommt er nicht hin, da sollte man das Stempelwerkzeug, oder die Bereichsreperatur benutzen. Aber kleine Kratzer und Staub auf Scans rechnet er ordentlich raus.

Renderfilter:

- Beleuchtungseffekte...

Dieser Filter ist schon genial, hiermit zaubert ihr Lichtquellen in euer Bild.

Ich habe hier 3 Lichtquellen eingefügt (oben bei "Art" habt ihr ein paar vorgegebene Schemata die ihr auch anpassen könnt, hr könnt eure aber auch abspeichern), eine neue Lichtquelle fügt man hinzu indem man die kleine Glühlampe unter der Vorschau, einfach in die Vorschau rein zieht. Durch anklicken kann man sie dann rechts bearbeiten, bei Strahlern und Spots hat man 4 Ankerpunkte um die Lichtquelle mit denen man den Lichteinfallswinkel (beim Strahler) und die Größe der Lichtquelle (beide) beeinflussen kann. Mit den anderen vier Punkten könnt ihr den Glanz und die Intensität noch weiter beeinflussen.

Intensität ist klar, oder? 0-100 ist nix bis ganz hell, im Minusbereich dunkelt es dann ab.

Interessant ist auch ganz unten, die Relief funktion. Wenn ihr in den Kanälen, einen der vorhandenen Kanäle kopiert (RGB, R, G, oder B) und auf den einen Relief-Filter anwendet (kommt gleich unten bei den Stilisierungsfiltern) so könnt ihr diesen hier auswählen, und die Beleuchtungeffekte arbeiten dann damit, und erzeugen sogar realistische Schatten.

- Blendenflecken...

Auch ganz interessant ist dieser Filter, der macht aus selbst erstellten Lichtquellen, oder zu matt wirkenden Lichtern, welche die so aussehen, als wären sie hell genug um Blendenflecken zu erzeugen, gleich mit passenden Flecken. Dazu simuliert Photoshop typische Flecken, wie sie bei bestimmten klassischen Brennweiten entstehen.

Ich hab hier einfach einen simplen Farbverlauf genommen, damit ihr im schwarzen Hintergrund schön den Effekt seht. Dort wo ihr hinklickt, da ist eure Lichtquelle, also das Kreuz und die damit verbundene Hauptreflektion (Sinnvoll ist es das in eine vorhandene Lichtquelle zu tun :-). Und dann ist Photoshop so clever, dass die Blendenflecken sich, wie beim Orginal, immer in Richtung Bildmitte, also egal wo ihr hinklickt. Die "Reflexkette geht richtung Mittelpunkt. Der Regler ist klar, und die Brennweiten müsst ihr probieren, nicht immer sieht der 105 mm Effekt bei einem 105 mm Bild gut aus, und diese Auswahl soll auch kein Zwang sein, probiert es einfach, und nehmt was euch am besten gefällt.

 

- Differenzwolken

Einfach mal anklicken, dann wird es deutlich, hier zaubert Photoshop aus den vorhandenen Farben und Kontrasten Wolken, ist es ein leeres Bild, so wirkt dieser Filter wie der filter "Wolken", siehe weiter unten. Eine Anwendung der Differenzwolken seht ihr in meinem Quicktipp "Blitze erzeugen".

- Fasern...

Dieser Filter erzeugt einfach eine Faserstruktur, die man als Hintergrund verwenden kann... recht simpel und nicht gerade schön. In einem weiteren Quicktipp ("Wollfasern") zeige ich euch, wie man das hübscher hinbekommt :)

- Wolken

Hier werden einfach aus der vorder und Hintergrundfarbe Wolken gebildet. Nicht mehr und nicht weniger, für bestimmte Arbeiten kann man die verwenden, aber richtig echt sehen sie nicht aus. Im Quicktipp "Wollfasern" seht ihr eine dieser Anwendungsmöglichkeiten.

Scharfzeichnungsfilter:

- Konturen scharfzeichnen

Hier sagt der Nameschon alles, es werden die Konturen scharfgezeichnet. Leider müssen die Konturen dazu sehr Kontrastreich sein, und die Filterstärke kann man auch nicht justieren. Schaut mal meine Quicktipps an, da findet ihr ein Kapitel überselektive Scharfzeichnung. Das funktioniert etwas besser :)

- Scharfzeichnen

Hier wird global scharfgezeichnet, leider auch diesmal ohne Justiermöglichkeiten, der Selektive Scharfzeichner oder unscharf maskieren bieten sich da eher an.

- Selektiver Scharfzeichner...

Hier könnt ihr wie der Name schon sagt, selektiv scharfzeichen, im Drop-Down-Menü "entfernen" könnt ihr wählen was ihr abschwächen wollt, Effekte die einem Gaußschen Weichzeichner nahe kommen, oder Bewegungsunschärfe, oder abgesenkter Tiefenschärfe, das könnt ihr im Radius und in der Stärke justieren. Selbst in den Tiefen und Lichtern könnt ihr diesen Effekt beeinflussen, wenn ihr bei erweitert einen Haken ins Kästchen macht. Eure Schärfeeinstellungen könnt ihr auch speichern, falls ihr mehrere Bilder einer Serie scharfzeichnen wollt.

- Stärker Scharfzeichnen

Hier gilt das selbe wie bei "Scharfzeichnen", nur halt eine Spur stärker.

- Unscharf maskieren...

Dies ist wohl der meistgenutzte Scharfzeichner in Photoshop. Er ist einfach einzustellen (Stärke, Pixelradius und Schwellenwert) und man sieht den Effekt sofort. Ich empfehle für die Standartfälle im Radius unter 1 Pixel zu bleiben und alles mit der Stärkeleiste zu regeln. Wenn ihr ein Objekt durch gezielte Unschärfe schön freigestellt habt, so kann jeder Scharfzeichner diesen schönen Effekt zerstören, indem er Artefakte in den Unschärfen produziert, oder das Rauschen verstärkt, wie ihr das verhindert lest ihr im Quicktipp "selektives Schärfen"

Stilisierungsfilter:

- Extrudieren...

Dies ist ein netter kleiner 3D Effekt, bei das Bild in Quadrate (dan werden es Quader) oder Punkte (dann werden es Pyramiden) zerlegt wird die dann nach vorne gezogen werden, ihrkönnt ne Menge Einstellungen vornehmen, die aber alle selbsterklärend sind. Hier mal ein Beispiel:

 

- Kacheleffekt...

Dieser Effekt ist ähnlich, dem Vorhergehenden, nur das hier die Quadrate nicht nach vorn gezogen werden, sondern im Bild leicht verschoben werden, die Kachelzahl und die Verschiebung könnt ihr einstellen, auch wie der Kachelzwischenraum aussehen soll, entweder Vorder- oder Hintergrundfarbe oder invertierte Bildwerte, oder das Originalbild wird im Hintergrund beibehalten. Das sieht dann in etwa so aus:

- Konturen finden

Hier sucht sich Photoshop die Konturen des Bildes raus, und erstellt daraus ein Bild mit weißem Hintergrund, und darauf in schwarz die Konturen, eine Anwendung hierfür habt ihr im Quicktipp "selektiv scharfzeichnen".

- Konturen nachzeichen...

Hier zeichnet Photoshop einfach die Konturen nach, nicht schwarz auf weiß, sondern farbig, aber ansonsten wie der vorhergehende Filter, aber diesmal leicht einstellbar. Wie genau Photoshop die Farben festlegt? Das hab ich auch noch nicht richtig begriffen :) Das ganze sieht dann so aus:

- Korneffekt...

Das erklärt sich von selbst :) und ist einfach eine Pixelverschiebung, leider diesmal wieder nicht einstellbar, nur aus 4 Versionen eine wählbar (normal, nur Lichter, nur Tiefen und anisotrop was dann eher einem weichen Glätten entspricht). Wer Körnung will, wie bei alten analogen Filmen, der ist hier falsch, kuckt mal unter Strukturierungsfilter, da gibt es Körnung... der ist einstellbar.

- Relief...

Hier ist es eigentlich auch klar, aus dem Bild wird ein Relief, oder besser gesagt ein Bild, das wie ein Relief aussieht, das ganze kann man dann z.B. in den Beleuchtungseffekten benutzen, kuckt mal unter Renderingfilter weiter oben nach :) Das Ergebnis kann in Stärke, Reliefhöhe, und Winkel angepasst werden.

- Solarisation

Hier wird aus einem invertierten und einem normalen Bild eine Verschmelzung erzeugt, wie in analogen Zeiten, wenn einer beim Entwickeln die Tür zur Dunkelkammer aufreißen musste :)

- Windeffekt...

Ähm... das muss ich nicht erklären, oder? :)

Verzerrungsfilter:

- Distorsion...

Das ist einfach das Gegenteil von einer Wölbung, also eine Delle nach innen. Bei Werten im positiven Bereich (1 bis 100%) wird eine Beule von vorn nach hinten eingedrückt. Bei negativen Werten wird das Bild zum Betrachter hin gewölbt.

- Kräuseln...

Es werden Wellen erzeugt, diese sind in Größe und Stärke einstellbar.

- Objektivkorrektur...

Hier werden typische, häufige Objektivefehler korrigiert, z.B. die Cromatische Abberation, also der Farbfehler, oder Vignettierung, Perspektive usw. Hier empfehle ich aber das (auch als Plug-In erhältliche) PTLens, welches schon einige Objektive kennt, und da automatisch arbeiten kann, und noch einige Dinge mehr kann als dieser Photoshopfehler.

- Polarkoordinaten...

Hier liefert die Photoshophilfe eigentlich jede Information die man braucht: Konvertiert eine Auswahl entsprechend der ausgewählten Option von ihren rechteckigen Koordinaten in Polarkoordinaten und umgekehrt. Mit diesem Filter können Sie eine Zylinder-Anamorphose erstellen – eine im 18. Jahrhundert populäre Kunstform – bei der das verzerrte Bild normal wirkt, wenn es durch einen Spiegelzylinder betrachtet wird. Das wirkt bei Überschriften ganz gut, wenn man hinter die Textebene eine Ebene legt, in der der Text so bearbeitet wurde, mit niedrigerer Deckkraft... aber sonst ist der Filter eigentlich nicht zu gebrauchen :D

- Schwingungen...

Das ist wie "Kräuseln" nur präziser einstellbar...

- Strudel...

Hier wird das Bild zur Mitte hin in einen Abfluss gesaugt :) zumindest sieht es so aus :) Es wird einfach ein Wirbel erzeugt, den man auch einstellen kann.

- Verbiegen...

Wenn ihr diesen Filter öffnet, dann seht ihr eine senkrechte Linie, wenn ihr irgendwo auf diese Linie klickt, so wird dort ein Ankerpunkt erzeugt, den ihr beliebig nach links oder rechts verschieben könnt, ihr könnt so viele Ankerpunkte setzen wie ihr wollt, und auch verschieben wie ihr wollt. Und genau wie die Welle aussieht die ihr so erstellt, genauso wird das Bild verformt.

- Versetzen...

Hier wird durch ein zweites Bild (eine sog. Verschiebungsmatrix) festgelegt wie Bildteile Verschoben werden sollen, für normale Bildbearbeitung komplett irrelevant :)

- Wellen...

Werft einen Stein in einen See... was passiert? Richtig, runde Wellen, genau das selbe passiert hier auch :) Wer jetzt einen Stein gegen den Monitor wirft ist selber schuld :)

- Wölben...

Das hatten wir schon, erinnert ihr euch... weiter oben: Distorsion, das hier ist davon das Gegenteil... (fragt mich bitte nicht warum es jetzt unter zwei Namen im Programm ist, wo nur die Negativ- und Positivwerte vertauscht wurden... vielleicht gefiel einem Entwickler das Fremdwort für das Gegenteil von Wölben so gut :)

Videofilter:
- De-Interlace...
- NTSC-Farben...

Diese Filter ignorieren wir knallhart :) Wir wollen weder Videos glätten, noch Farbumpfänge in Videos ändern :) Wir bearbeiten hier Fotos!

Weichzeichnungsfilter:

- Bewegungsunschärfe...

Hier wird das Bild, oder ein Teil davon verschoben, um einen wert von 1 bis 999 Pixel und in einem Winkel den ihr selbst bestimmen könnt. Mehr ist es gar nicht, aber es wird nicht richtig verschoben, eher verwischt, weil sonst wäre es keine Effekt sondern nur eine Transformation.

- Durchschnitt berechnen

Dieser Filter berechnet einen Durchschnittswert des Bildes, oder der Auswahl, und füllt diese damit. Der Durchschnitt wird aus Farbwert und Helligkeit gebildet. Habt ihr ein Bild von der Wüste, mit schön viel Sonne, so wird ein sehr helles Gelb-Braun rauskommen, usw.

- Feld weichzeichnen...

Mit diesem Filter wird ein Durchschnittswert von benachbarten Pixeln gebildet, diese Menge gebt ihr mit dem Schieberegler unten an, je mehr Pixel ihr einbezieht umso weicher wird gezeichnet.

- Form weichzeichnen...

Hier wählt ihr den Kern der Weichzeichnung selber, und bestimmt mit Radius die Stärke der Weichzeichnung. Den Kern wählt ihr aus den vorgegebenen oder von euch gespeicherten Formen.

- Gaußscher Weichzeichner...

Ähnlich wie "Feld weichzeichnen" nur dass hier Zufallsmuster mit in den Weichzeichner eingearbeitet werden, und das ergebnis realistischer zu gestalten.

- Matter machen...

Hier wird weichgezeichnet, aber die Konturen werden beibehalten, das kann einen Comic-Effekt hervorrufen, oder für andere Spezialeffekte genutzt werden.

- Radialer Weichzeichner...

Hier könnt ihr so tun, als ob ihr die Kamera beim belichten gedreht, oder gezoomt habt. Wenn ihr im Dialog in das Raster klickt, so könnt ihr das Zentrum verschieben, und die Stärke des Effektes könnt ihr auch bestimmen.

- selektiver Weichzeichner...

Hier wird im Normalmodus präzise weichgezeichnet, und die Konturen werden erhalten, im Modus nur Kontur werden die Konturen weiß dargestellt, und der Rest schwarz und das wird dann weichgezeichnet, und im dritten Modus (Ineinanderkopieren) werden diese beiden Möglichkeiten kombiniert, das sieht dann so aus:

- Stärker weichzeichnen

Hier wird einfach weichgezeichnet, Photoshop bestimmt alles, wenn es nicht genug ist, dann nochmal machen, wenns zu stark ist rückgängig machen und andere Art wählen :)

- Tiefenschärfe abmildern...

Hier wird die Tiefenschärfe scheinbar abgemildert, ein Teil soll scharf bleiben, und der Rest immer stärker verschwimmen... das klappt leider nur in den seltensten Fällen, aber schaut mal in den "Fake Tilt&Shift" Workshop, dort findet ihr eine tolle Anwendung für den Filter. In etwa so (nicht ganz so stark) sollte er eigentlich funktionieren :)

- Weichzeichnen

Genau wie Stärker weichzeichnen, nur nicht so dolle :D

Sonstige Filter:

 

- Dunkle Bereiche vergrößern...

Hier werden die dunklen Bereiche im Bild um die Anzahl Pixel die ihr angebt vergrößert, hier mal um einen Pixel:

- Eigener Filter...

Eine mir unverständliche Funktion :) werde ich nie benutzen, alle Filter die ich im Moment brauche gibt es entweder schon in PS; oder als Plug-In :)

Photoshop selber beschreibt es so:

Erstellen eines eigenen Filters
- Wählen Sie „Filter“ > „Sonstige Filter“ > „Eigener Filter“. Im Dialogfeld „Benutzerdefiniert“ wird ein Raster mit Textfeldern angezeigt, in die Sie Zahlenwerte eingeben können.
- Wählen Sie das mittlere Textfeld aus, das zu bewertende Pixel darstellt. Geben Sie den Wert ein, mit dem Sie den Helligkeitswert des Pixels multiplizieren möchten (-999 bis +999).
- Wählen Sie ein Textfeld aus, das ein angrenzendes Pixel repräsentiert. Geben Sie den Wert ein, mit dem Sie das Pixel an dieser Position multiplizieren möchten.
- Wenn Sie z. B. den Helligkeitswert des Pixels unmittelbar rechts neben dem aktuellen Pixel mit 2 multiplizieren möchten, geben Sie im Textfeld unmittelbar rechts neben dem mittleren Textfeld als Wert „2“ ein.
- Wiederholen Sie die Schritte 2 und 3 für alle Pixel, die berücksichtigt werden sollen. Sie müssen nicht in alle Textfelder Werte eingeben.
- Geben Sie unter „Skalierung“ den Wert ein, durch den Sie die Summe der Helligkeitswerte der Pixel dividieren möchten, die in der Berechnung enthalten sind.
- Geben Sie unter „Verschiebung“ den Wert ein, der zum Ergebnis der Skalierungsberechnung addiert werden soll.
- Klicken Sie auf „OK“. Der eigene Filter wird nacheinander auf jedes Pixel des Bildes angewendet.
- Verwenden Sie die Schaltflächen „Speichern“ und „Laden“, um eigene Filter zu speichern und erneut zu verwenden.

- Helle Bereiche vergrößern...

Das selbe wie dunkle Bereiche, nur diesmal mit den hellen :) hier wieder mit 1 Pixel:

- Hochpass...

Hier werden Kanten mit hohen Farbkontrasten erhalten, und der Rest verwurschtelt. Technisch gesehen das Gegenteil des Gaußschen Weichzeichners:

- Verschiebungseffekt...

Mit diesem Filter könnt ihr das Bild, oder einen Bereich daraus verschieben, um einen Wert den ihr bestimmt. Übrig bleibende Pixel werden dabei entweder mit den Gegenüberliegenden Pixeln des Bildes gefüllt, also was z.B. links rausgeht kommt rechts wieder rein (hier oben) oder die aktuelle Hintergrundfarbe wird verwendet, oder die Kantenpixel werden wiederholt, was einen Wischeffekt bewirkt (hier unten):

 


5. Die Plug-Ins (Zusatzmodule)

Hier findet ihr alles was ihr als Plug-In installiert habt, das können Entrauschungshilfen sein (z.B. Grain Surgery) oder Korrekturprogramme wie PTLens. Im Auslieferungszustand ist hier nur eins:

- Digimarc (Wasserzeichen)

Das ist ein kostenpflichtiger Dienst, der eure Bilder mit einem Wasserzeichen versieht, so das man sie zu euch zurückverfolgen kann. Bei Rechtsfragen sicher ganz sinnvoll, wenn man professionell arbeitet, leider nicht kostenlos. Daher für die meisten Privatanwender uninteressant.

Die weiteren Plug-Ins müsstet ihr kennen, ihr habt sie schließlich installiert :) Und da habt ihr sicher eine Hilfedatei, oder ein Handbuch dazu.


So, das wars "schon". Ich hoffe es war etwas neues für euch dabei und ihr habt nicht nur eure Zeit verschwendet, mit dem suchen einer neuen Information :)

Über Feedback würde ich mich wie immer freuen.