Ebenen, Einstellungsebenen, Maskierungen, Ebenenmasken

Hallo!

Heute gibt es etwas über die wichtigsten Möglichkeiten zu lernen Bilder selektiv zu Bearbeiten. Im Auswahl-Workshop habt ihr gelernt wie man etwas mit den Auswahl-Werkzeugen auswählt, jetzt zeige ich euch eine neue Methode, die noch genauer funktioniert.

Noch dazu zeige ich euch wie man Bilderteile selektiv bearbeitet (Belichtung korrigieren, oder andere Schritte).

Das ganze werde ich an Beispielen zeigen, hier eine kurze Inhaltsübersicht:

1. Ebenen - was sind Ebenen, ein ganz einfacher Überblick über die grundlegendsten Eigenschaften
2. Einstellungsebenen - was ist das, und wie nutze ich es...
3. Maskierungen - eine neue Möglichkeit der Auswahl, malt doch einfach eine Auswahl...
4. Ebenenmasken - Wie verwende ich Ebenenmasken, am Beispiel von Einstellungsebenen...

Dann legen wir mal los, macht am besten simultan mit, in einem Bild was ähnlich aufgebaut ist, oder den passenden Effekt brauchen könnte, dann ist der Lerneffekt höher :) Dieser Workshop ist mit CS 3 erstellt, andere Versionen können abweichen, aber im Großen und Ganzen müsste es übereinstimmen.


1. Ebenen

Wir haben jetzt hier ein Bild was aus 4 Ebenen besteht:

Links das Bild, rechts die Ebenenpalette. Wird diese bei euch nicht angezeigt, so könnt ihr sie mit der Taste F7 einblenden.

Ihr seht jetzt die vier Ebenen, und ihr seht das sie alle eine Farbe haben, was bei euch vielleicht nicht der Fall sein wird, wenn ihr mehrere Ebenen habt, klickt mit der rechten Mastaste auf eine Ebene, und wählt dann im Kontextmenü "Ebeneneigenschaften" aus. Dort könnt ihr dann einen Namen vergeben, und eine Farbe.

Wenn ihr ein Bild bearbeitet, was sehr viele Ebenen enthält, dann ist es sinnvoll ein oder mehrere Ebenensets anzulegen, das macht ihr indem ihr auf die Schaltfläche "Neue Gruppe erstellen" klickt, die sieht aus wie ein kleiner Ordner und ist hier in der Ebenenpalette ganz unten, das dritte von rechts. Es wird dann ein neues Set erstellt, in das ihr eure Ebenen einfach hineinziehen könnt, vor dem Setnamen ensteht auch ein kleines Dreieck, wenn ihr darauf klickt, so werden die darin liegenden Ebenen in der Palette versteckt, wie im Windows Explorer. Das tun wir jetzt nicht, 4 Ebenen sind noch recht übersichtlich.

Kurz zu den Restlichen Schaltflächen:

- Ganz rechts, die kleine Kette, ist zum Ebenen verbinden. Wenn mehrere Ebenen markiert sind (STRG + Anklicken) so können sie so verbunden werden, aber nicht wie mit STRG+E (da werden sie auf eine Ebene reduziert), sondern sie sind dann auch wieder lösbar.
- Daneben, das kleine fx, sind die Ebenenstile, eine Kurzversion von den Fülloptionen die ihr mit einem Rechtsklick auf die Ebene findet, und dann auf Fülloptionen klickt. Dort könnt ihr verschiedenste Effekte auf die Ebene wirken, Schlagschatten, Konturen, Scheineffekte usw., dazu vielleicht in einem späteren Workshop mehr.
- Die nächste Schaltfläche fügt eine Ebenenmaske hinzu, dazu kommen wir gleich
- Dann kommt die Schaltfläche für die Einstellungsebenen, dazu auch gleich mehr
- Das kleine Ordnersymbol kennen wir jetzt schon, das erstellt Ebenensets
- Die nächste Schaltfläche erzeugt eine neue, leere Ebene, wenn ihr jedoch eine vorhandene Ebene darauf zieht, so wird diese kopiert
- und der Papierkorb löscht die markierte(n) Ebene(n). Alternativ könnt ihr die markierte(n) Ebene(n) auch darauf ziehen, das hat den selben Effekt.

Zurück zu unserem Bild. Ich benutze jetzt mal das Verschieben-Werkzeug (der schwarze Mauspfeil mit dem Kreuz dran):

 

Jetzt seht ihr das was die Ebenen ausmacht. In der Palette seht ihr um die Pfoten in den drei Ebenen ein Schachbrettmuster, das bedeutet das die Bereiche transparent sind. Die Ebenenreihenfolge in der Palette bestimmt auch, in welcher Reihenfolge die Ebenen im Bild übereinander liegen. Die blaue Ebene ist in der Palette ganz oben, also auch im Bild. Das könnt ihr durch mit der Maus Anfassen und hoch und runter verschieben, das ändert dann auch die Lage der Ebene im Bild. Die Hintergrundebene hat hier ein kleines Schlosssymbol, was bedeutet das sie fixiert ist. Für den Hintergrund könnt ihr das ändern indem ihr ihn in eine normale Ebene umwandelt (Rechtsklick darauf, und dann "Ebene aus Hintergrund"). Andere Ebenen könnt ihr auch fixieren, um sie zum Beispiel gegen versehentliches Bearbeiten zu schützen. Über den Ebenen habt ihr einen Punkt fixieren, mit vier Schaltflächen dahinter. Die erste sorgt dafür, das die transparenten Pixel fixiert werden, wenn ihr das tut, so könnt ihr nur noch in den Pixeln malen, in denen jetzt schon Informationen, also Farbpixel sind. Die zweite fixiert alle Pixel, das heisst ihr könnt gar nicht mehr drin malen, nur noch Effekte anwenden, und verschieben. Die dritte Schaltfläche versperrt die Ebene gegen Verschieben, und die letzte sperrt sie komplett ab.

 

Dann ist da noch ein Pull-Downmenü und zwei Deckkraftregler. Das Pulldown-Menü enthält Füllmethoden, einfach mal durchprobieren, darauf jetzt einzugehen würde den Rahmen hier sprengen. Die zwei Deckkraftregler beeinflussen, wie der Name schon sagt, die Ebenendeckkraft. Der obere senkt die Deckkraft der ganzen Ebene, und der untere nur den der Farbpixel in der Ebene. Ich zeige euch jetzt einmal zwei Sachen auf einmal, zum einen werde ich die Fülloption Schlagschatten auf Ebene 2 anwenden, und in Ebene 3 die Deckkraft ändern.

Jetzt seht ihr im Bild, und in der Palette die Änderungen, die Deckkraft von Ebene 3 ist jetzt bei 50%, also scheint alles was darunter ist durch. Unter der Ebene 2 seht ihr jetzt in der Palette den angewendeten Effekt Schlagschatten. Wenn ihr diesen jetzt mit der Maus anfassen würdet und ihn auf die Schaltfläche "Neue Ebene" unten ziehen würdet, so würde auch dieser eine neue Ebene werden.

 

Das sollte erstmal zum Thema Ebenen reichen. Ihr macht also immer zwei Durchgänge, im ersten wählt ihr die Ebene, und im zweiten Macht ihr etwas damit. Das hat den Vorteil, das ich bestimmte Bearbeitungsschritte nur auf eine Ebene anwenden kann, so wie ich es will, ändere ich also in Ebene 3 die Kontraste, oder die Farben, so bleiben die anderen Ebenen davon verschont.

Wollt ihr jetzt Ebenen reduzieren, zumal ja jede Ebene extra Arbeitsspeicher frisst, so gibt es da drei Möglichkeiten.
- 1. Ebene löschen, klar
- 2. Die markierte Ebene mit der darunter liegenden Ebene zu einer Ebene machen, einfach STRG + E drücken
- 3. bestimmte Ebenen miteinander vereinen, dazu mit STRG + Mausklick die betreffenden Ebenen markieren, und wieder STRG + E drücken.

Jetzt aber genug davon, wir gehen jetzt zum nächsten Abschnitt :)


2. Einstellungsebenen

Erstmal kucken wir uns an, wo wir die Einstellungsebenen finden, und welche es gibt. In der Ebenenpalette haben wir den passenden Button ja schon gefunden, man kann es aber auch über das Menü machen: Ebenen - Neue Einstellungsebene - und da sind sie:

Ihr seht, hier findet man die meisten Punkte aus dem Menü Bild - Anpassungen, lauter sinnvolle Filter, auf die ich im einzelnen hier nicht eingehe. Dazu komme ich vielleicht in einem anderen Workshop. Das einzige was (mir persönlich) als Einstellungsebene fehlt ist die Tiefen/Lichter Funktion. Eventuell in CS 4 :)

Was ist jetzt der Unterschied zu den normalen Einstellungen über das Anpassen-Menü?
Ich werde das jetzt kurz ohne Beispiele und Beispielbilder erklären, in Kapitel 4 dieses Workshops werdet ihr mehr darüber erfahren.

Wenn ich jetzt zum Beispiel eine Einstellungsebene mit dem Punkt Tonwertkorrektur erstelle, so kann ich wie gewohnt die Tonwerte einstellen, also Helligkeitsfehler bereinigen, Schwarz- und Weißwerte bestimmen usw. Jedoch beim Klick auf ok wird es nicht auf das Bild angewandt, sondern auf eine Ebenenmaske die in einer neuen Ebene erstellt wird. Diese neue Ebene hat weitgehend die selben Merkmale wie eine normale Ebene, ich kann also die Fülloptionen ändern, oder die Deckkraft. Das wirklich tolle daran ist jedoch, dass das eigentliche Bild nicht verändert wird. Es liegt immernoch als Hintergrundebene unter der neuen Einstellungsebene. Das hat den Vorteil, dass ich auch nach x Schritten, den originalen Zustand des Bildes wieder herstellen kann, indem ich die Ebene lösche, oder die Deckkraft der Einstellungsebene auf 0 setze.
Desweiteren kann ich den gemachten Effekt jederzeit wieder ändern, gefällt mir also die Tonwertkorrektur nicht mehr, so kann ich mit Doppelklick auf die Einstellungsebene die Tonwertkorrektur erneut aufrufen.

Habe ich die Tonwertkorrektur aus dem Anpassen-Menü heraus angewendet, und die Höhen beschnitten, so sind sie weg. Bei der Einstellungsebene sind die Regler noch genau an den Stellen an die ich sie geschoben hab, und ich kann sie zurück schieben (Das seht ihr, mit Bild, dann in Kapitel 4).

Das muss erstmal als Einstieg reichen, Kapitel 4 wird umpfangreich genug :)


3. Maskierung

Dieser Punkt müsste eigentlich in den Auswahlworkshop, aber hilft auch beim Verstehen der Ebenenmasken, und Einstellungsebenen. Also bleibt er hier. Zumal er vom Grad des Anspruchs her hier besser passt.

 

Um zu zeigen wie es funktioniert, nehmen wir mal ein Bild, was euch noch im Colorkey-Workshop begegnen wird, zum besseren Erkennen hab ich das mal in Schwarzweiß hergenommen:

So, das ist ein Bild von einer Misswahl, und wir wollen jetzt die Dame im Vordergrund hervorheben, indem wir sie etwas heller machen, und den Hintergrund etwas dunkler, sowie den Hintergrund etwas weichzeichnen.

Dazu müssen wir die Dame in eine weiche Auswahl verpacken, im Auswahlworkshop haben wir einige Möglichkeiten dazu kennengelernt, wir machen es jetzt aber professioneller, und schneller.

 

Zuerst klicken wir auf den Maskierungs-Schalter, dieser befindet sich unter dem Farbwähler in der Werkzeugleiste:

Sobald wir darauf klicken ändert sich auch der Farbwähler, er wird zu Schwarz und Weiß. Jetzt suchen wir uns einen Pinsel aus, und malen mit schwarzer Farbe in unserem Bild all die flächen aus, die wir markiert haben wollen. Wenn wir einen Pinsel mit einer harten Kante nehmen, so bekommen wir eine harte Auswahlkante, mit einem weichen Pinsel eine weiche Auswahlkante.

 

Jetzt das besondere, malen wir mit reinem Schwarz, so wird das ausgemalte der Auswahl hinzugefügt, kehren wir die Vorder- und Hintergrundfarbe um, mit dem kleinen Doppelpfeil rechts über dem Farbwähler, und malen mit Weiß, so können wir Bereiche wieder entfernen, wenn wir über den Rand gemalt haben zum Beispiel. Malen wir aber mit Grau (echte Farbe kann man jetzt nicht einstellen, egal welche man wählt, es wird ein entsprechender Grauton gewählt) so wird die Auswahl halb transparent.

Wenn wir jetzt also mit schwarz malen, so malen wir jedoch mit einem halb transparentem Rot. Das ist Photoshops Art es uns einfacher zu machen. Ich male jetzt mal die junge Frau aus:

 

Ich habe jetzt einen etwas weicheren Pinsel genommen, da ich eine weiche Auswahl brauche, wenn ich jetzt wieder auf den Maskierungsschalter unter den Farbwähler klicke, so wird die Auswahl angelegt.

Sie ist nur falsch herum, also alles was ich ausgemalt habe ist jetzt nicht maskiert, alles andere ist maskiert, deshalb kehren wir die Auswahl jetzt um, entweder über das Menü (Auswahl - Auswahl umkehren), oder einfach mit der Tastenkombination STRG-UMSCHALT-i. Dann sieht es so aus:
Jetzt mache ich mit der Tonwertkorrektur die Dame etwas heller, kehre die Auswahl wieder um, mache den Rest etwas dunkler, und wende dann den Gausschen Weichzeichner an (Filter - Weichzeichnungsfilter - Gausscher Weichzeichner). Dann hebe ich die Auswahl mit STRG-D auf und fertig:

Das ganze geht natürlich auch mit Farbbildern :) Probiert einfach mal mit verschiedenen Pinseln herum, und seht wie die Auswahl sich ändert.

Jetzt zum letzen und umpfangreichsten Kapitel dieses Workshops:


4. Ebenenmasken


Stellen wir uns vor, wir haben ein Bild, welches zu dunkle und zu helle Bereiche hat... Achwas vorstellen, ich such mal eins raus:


(Anklicken für große Version)

Ok, das sieht aus wie ein Schnappschuss mit einer billigen Digicam... Ist es auch :) Mal sehen ob wir da was machen können.

Zuerst mal laden wir es in Photoshop, die Auto-Tonwertkorrektur macht hieraus ein noch flaueres Bild, also müssen wir wohl selbst ran... wäre ja auch zu schön gewesen. Als erstes kümmern wir uns mal um den Vordergrund. Zu so einem Bild passt ein Scherenschnitt-Look, also muss der Vordergrund zu einer schwarzen Silhouette werden. Das kriegen wir über die Tonwertkorrektur hin, das Problem ist dann nur, dass es global auf das ganze Bild angewandt wird. Nagut, wir könnten jetzt auch eine Auswahl erstellen, und es dann mit der Tonwertkorrektur probieren. Müsste gehen, ist mir aber zu umständlich. Wir klicken mal auf den Knopf mit dem man eine neue Einstellungsebene erstellen kann, wer weiter oben aufgepasst hat, weiss bescheid. In der Ebenenpalette am unteren Rand, der Knopf der aussieht wie ein Schwarzweiß halbierter Kreis. Dort wählen wir dann die Tonwertkorrektur.

Ich stelle dann die Tonwerte so ein, dass der Vordergrund schön schwarz ist. Dafür nehme ich einfach im Tonwertdialog diese Pipette:
Und klicke in den hellsten Bereich, von dem Bildteil der dunkel sein soll. In diesem Fall wäre das eine weiße Hauswand. Davon sind unten etwa in der Mitte des Originalbildes ja ein paar zu sehen. Mit dieser Aktion setze ich den Schwarzpunkt des Bildes fest. Und das gesamte Bild wird dunkler. Jetzt ist es zwar gesamt zu dunkel, aber der Vordergrund bildet jetzt eine schöne dunkle Silhouette:

(Anklicken für größere Version)

Da mir die Farben auch noch nicht so zusagen, müssen wir wohl weiter machen. Aber jetzt erstmal dazu, das wir nur den Vordergrund dunkel machen. Beim Erstellen der Tonwertkorrektur-Einstellungsebene (was für ein Wort) hat sich automatisch eine Ebenenmaske gebildet:

Hier rot markiert ist die Einstellungsebene Tonwertkorrektur, daneben die kleine Kette bedeutet dass die Ebenenmaske (die weiße Fläche daneben) mit der Einstellungsebene verknüpft ist. Alles was in der Maske weiß ist, wird gezeigt, bzw. darauf wirkt der Filter.

Jetzt muss ich also dafür sorgen, dass alles in der Maske weiß bleibt, was zu meiner Silhouette gehört, und alles andere muss schwarz werden, damit die Tonwertkorrektur auf diesen Bereich nicht wirkt. Wie mache ich das?

Da das was ich von dem Filter sehen will kleiner ist als das was ich nicht sehen will, so empfiehlt es sich die komplette Maske erstmal mit Schwarz zu füllen. Dafür klicken wir auf die Maske (also die weiße Fläche in der Ebenenpalette). Dann nehmen wir das Farbeimer-Werkzeug, und füllen die Ebene mit schwarz. Wenn alles richtig ist, so sieht das Bild jetzt wieder aus wie vor der Tonwertkorrektur.

Jetzt schaue ich mir die Kanalpalette an (wenn die bei euch nicht angezeigt wird, so könnt ihr sie mit Ansicht - Kanäle einblenden lassen. Dort sehe ich jetzt 5 Kanäle, RGB, R, G, B, und die Ebenenmaske der Tonwertkorrektur (dieser Kanal wurde mit anlegen der Einstellungsebene automatisch mit erzeugt):

(Meine Maske ist hier noch weiß, bei euch müsste sie schwarz sein, ich hab den Screenshot vor dem Füllen gemacht :)

Vor den einzelnen Ebenen sind Augensymbole, überall wo ein Auge ist bedeutet es, dieser Kanal wird im Bild aktuell angezeigt. (Das selbe gilt in der Ebenenpalette für die Ebenen, das hab ich oben vergessen). Vor dem Kanal der Tonwertkorrekturmaske ist kein Auge, das ändern wir durch klicken auf das leere Feld.

Jetzt ist ein Auge vor der Maske, und wir sehen auf dem ganzen Bild einen roten Schleier (der kommt uns aus Kapitel 3 bekannt vor, deshalb ist es hier, und nicht bei dem Auswahl-Workshop :)

Jetzt malen wir mit einem Pinsel und weißer Farbe alles aus was zu unserer Silhouette gehört, das sehen wir natürlich nicht so, sondern wir sehen wie dort wo wir malen der rote Schleier verschwindet. Wenn das alles schön gemacht ist, machen wir das Auge des Kanals wieder weg. Das Bild wird wieder normal und die Tonwertkorrektur wirkt nur auf den Bereich, der in der Maske weiß ist. Das müßte jetzt nur noch ein dünner Streifen sein, mit ein paar Ausfransungen. Ich zeige euch das jetzt mal mit einem halben Bild vorher, und einem halben Nachher:

 

Da seht ihr jetzt die Kanalpalette, und in der Tonwertkorrekturmaske, also dem Kanal davon, nur unten rechts einen weißen Bereich, und im Bild ist auch nur dieses Bereich dunkler, der Rest ist wie im Original.

Alternativ zu dem Füllen und dem Gepinsel könnt ihr auch die Ebenenmaske mit einem Schwarzweiß-Verlauf füllen, wo der Übergang von Schwarz zu Weiß dort liegt wo der Horizont ist, und den Rest malt ihr dann mit dem Pinsel nach, also grob vorfüllen, fein nachpinseln, spart auch wieder etwas Zeit. Den Schritt mit dem Kanal anzeigen lassen, werdet ihr auch irgendwann weglassen, und einfach so pinseln, aber mit dem roten Schleier ist es am Anfang einfacher.

Jetzt wisst ihr wie man das Bild dunkler machen kann, und zwar selektiv. Und genau so könnt ihr mit allen Einstellungsebenen verfahren. Es wird immer eine Maske mit angelegt, die ihr dann so bearbeiten könnt, dass der betreffende Filter nur auf Bildbereiche wirkt.

So könnt ihr zu dunkle Bereiche aufhellen, oder zu helle abdunkeln, ihr könnt selektive Farbkorrekturen durchführen usw.

Zum Abschied noch ein kleiner Vergleich:

Links der Ursprungszustand, rechts das bearbeitete Bild, mit 3 selektiven Korrekturen, im oberen Bereich ein Fotofilter, der den Himmel orange färbt, darunter eine Tonwertkorrektur, die das Abendrot verstärkt, und ganz unten unsere Silhouette. Rechts seht ihr nochmal die Ebenenpalette, inder die Einstellungsebenen mit ihren Masken zu sehen sind.

Jetzt wünsch ich euch viel Spaß beim Nachmachen und Ausprobieren, was es noch für Möglichkeiten gibt. Welche Einstellungsebenen es noch gibt, usw.